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Brachial, selbstbewusst und extrem schnell: BMW M8 Coupe Competition

M-acht an

BMW und Sportwagen – das war schon immer eine ganz spezielle Geschichte. Mit dem brachialen M8 Competition, wollen es die Blau-weißen jetzt sogar mit den stärksten Konkurrenten aufnehmen.

24.03.2020 von Bruno König

BMW M8 Coupe Competition

Motor: 4.4 Liter Benzin

Leistung: 460 kW/625 PS

Drehmoment: 750 Nm

Beschleunigung: 3,2 von 0-100

Spitze: 305 km/h

Testverbrauch: 10,7 Liter/100km

CO2 Ausstoß: 252g/km

Spaßfaktor: 10 von 10

Preis: ab 193.050,01 Euro (Testfahrzeug: 236.760 Euro)

Die M GmbH will ihre Kräfte nun auch mit Porsche messen. Nicht zum ersten mal: bereits Anfang der achtziger Jahre wollte BMW mit dem Sportwagen M1, Ferrari, Porsche und Co Paroli bieten. Der Erfolg blieb überschaubar, obwohl der M1 heute mehr als begehrt ist.

Mit dem brandneuen Coupe M8 Competition, legen die Bayern die Latte jetzt aber besonders hoch. 4,4 Liter V8 Bi-Turbo, 625 PS, 750 Nm Drehmoment, 3,2 Sekunden auf Tempo 100 und dank M-Drivers-Package über 300 km/h Spitze. Das sind nur die nackten Zahlen des mattblauen Supersportlers. Die Realität fühlt sich noch weit besser an. Da die Auswahlmöglichkeiten wie sich der M8 auf der Straße anfühlt so vielfältig sind, unterscheiden sich diese immens. Fährt das wunderschöne Coupe im Standard-Setup wie auf Schienen, wird er im Sport-Modus deutlich agiler und leichter auf der Hinterachse. Schaltet man den xDrive-Allradantrieb dann ganz weg, wird der Sportler zur Heckschleuder alter Schule und lädt zum Quertreiben mit Genuss.

V8-brabbeln

Das mächtige Triebwerk sorgt schon im Stand für erhöhten Puls und brabbelt entspannt vor sich hin. Rollt man dann ganz locker vom Hof, glaubt man erst nur an das gute im Auto. Doch wehe man tippt auf den M-Modus und drückt das Gaspedal kräftig: dann prasselt die brachiale Kraft aller acht Zylinder und beider Turbolader unvermindert auf einen ein. Das Ding schießt nach vorne als gäbe es kein morgen, das einzige was man sich dann noch wünscht, ist eine freie Straße.

Die rasend schnelle Achtgang-Automatik ist dem unbändigen Vortrieb jedoch locker gewachsen. Hat man sich nach einiger Zeit mit dem M8 angefreundet, können die Schaltzeiten individuell angepasst werden, das selbe gilt für den Allradantrieb.

Obwohl über fünf Meter lang und gute zwei Tonnen schwer, verbeißt sich das mächtige Coupe förmlich in die Kurven, verzögert mit seiner Keramik-Bremsanlage mit Biss und beschleunigt explosiv wieder heraus – untermalt von einer wahren „Gänsehaut“ Klangkulisse.

Fetter Luxus

Den Innenraum dominieren feinste Materialien, höchste Qualität und richtig fetter Luxus. Reinsetzen, anschnallen, losfahren – der M8 passt auf Anhieb wie ein Maßanzug von Hugo Boss.

Freilich hat das ganze auch einen Wermutstropfen: den Preis natürlich. Speziell in Österreich sind wir mit dem europaweiten Unikat der NoVa und einer motorbezogenen Versicherungssteuer schlecht bedient. Die Preisliste für ein M8 Coupe startet bei selbstbewussten 193.050 Euro. Für einen gut ausgestatteten Competition wie unser Testfahrzeug, stehen 236.760 Euro am Preisschild.

Dafür kann es dieser BMW mit fast allen Supersportlern aufnehmen und bleibt dennoch eigenständig.