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Kia zeigt mit dem Stinger ordentlich Muskeln
Das Heck erinnert an einen sportlichen Italiener
300 km/h am Tacho und echte 270 km/h schnell

Korea-Sportler

Kia zeigt Muskeln und erreicht mit dem Stinger den vorläufigen Höhepunkt der Modellpalette. Das Sport-Coupe leistet 370 PS aus einem V6- Biturbo und zeichnet nicht nur dem Fahrer bei jedem Gasstoß ein grinsen ins Gesicht.

17.09.2018 von Bruno König

Kia Stinger GT

Motor: 3.3 Liter V6-Biturbo

Leistung: 272kW/370PS

Drehmoment: 510 Nm

Beschleunigung: 4,9 von 0-100

Spitze: 270 km/h

Testverbrauch: 9,7 Liter/100km

CO2 Ausstoß: 200g/km

Spaßfaktor: 8 von 10

Preis: ab 44.590 Euro

Die SUV- Welle erreicht immer neue Höhepunkte. Kaum ein Tag vergeht, wo nicht zumindest ein Hersteller ein neues hochbeiniges Modell ankündigt. Umso mehr freut es einen da wenn ein komplett neues Sport-Coupe angekündigt wird: so wie der wunderschöne Kia Stinger.

Noch dazu ist es sehr selten, dass Serienautos so aussehen wie es anhand der Studie schmackhaft gemacht wurde- der Stinger zählt dazu.

Das schöne Coupe steht vor einem wie aus einem Guss: es passen die Proportionen, da gefallen die geschwungenen Linien und es beeindruckt der muskulöse Auftritt. Von vorne sofort als Kia zu erkennen, zeigt sich das Heck mit seinen vier Endrohren ähnlich einem italienischen Sportwagen.

Bereits im Stand vermittelt der Stinger Kraft und Dynamik und will einem sagen: „Fahr mich endlich“.

Gesagt, getan. Erst mal einsteigen und den feinen Innenraum begutachten. Top Materialien, perfekte Verarbeitung und alles wirkt sehr aufgeräumt. Platz gibt’s ausreichend und die tiefe Sitzposition in den Sport- Sitzschalen vermittelt ein gutes Gefühl. Dann ein Druck auf den Startknopf und der 3,3 Liter- V6- Biturbo erwacht mit einem freudigen Brummen zum Leben. Der Blick über die lange Motorhaube gibt einem ein sicheres Gefühl und dann rollt der Stinger los. Das Fahrwerk zeigt sich straff, die Lenkung direkt. Der Sound aus den vier Endrohren könnte etwas besser sein und ändert sich leider auch nach aktivieren des Sporttaste nicht. Dennoch schieben 510 Nm Drehmoment das Coupe vehement nach vorne. Der Allradantrieb sorgt für enorme Traktion und Tempo 100 ist in weniger als fünf Sekunden erreicht.

Der Stinger würde 270 km/h schaffen und hängt damit viele Konkurrenten ab die sich schon bei 250 elektronisch einbremsen.  Die Achtgang- Automatik arbeitet tadellos und wählt zur richtigen Zeit den exakten Gang- im Normalmodus früh schaltend, in der Sporteinstellung schön hochdrehend. Wer möchte kann die Gänge manuell per Schaltwippe am Lenkrad wechseln.

Fahrspaß und Komfort

Der Stinger bereitet enorm viel Fahrspaß und zeigt sich nebenher recht komfortabel. Ausstattung und Systeme sind zahlreich an Bord und unterstützen den Fahrer in allen Fahrsituationen. Das serienmäßige Head-up-Display lässt sich in drei Farben darstellen und sauber ablesen. Besonders hervorzuheben ist der satte Klang der Harman/Kardon- Anlage: Diese liefert dank 15 Lautsprechern einen genialen Sound und ist in der Ausstattung „GT“ in Serie verbaut.

Für die Topversion verlangt der Händler 62.790 Euro. Viel Geld aber auch ein Hammerauto mit nahezu Vollausstattung. Wem jedoch vier Zylinder, 256 PS und Heckantrieb genügen, kann bereits um 44.590 Euro das Stinger- Feeling erfahren.

 

Text und Fotos: Bruno König