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Jasmin und ihr Traumauto, der Abarth 500 Competizione
Bruder Dominic durfte an diesem besonderen Tag natürlich auch nicht fehlen
Am Fahrersitz ein bisserl Gas geben war für die 15-jährige natürlich auch drinnen
Jasmin poste beim Fotoshooting wie ein Profi

Jasmin fährt „ab-arth“

Nach fast einem Jahr hat es endlich geklappt, ich konnte der Herzkranken Jasmin einen ihrer großen Wünsche erfüllen: Mitfahren in ihrem Traumauto – dem Abarth 500 – und es hat Riesenspaß gemacht.

21.12.2018 von Bruno König

"Der Abarth ist so cool und i will den Auspuffsound hören"

Fast ein Jahr ist es her, als ich das erste Mal von Jasmins schwerer Herzkrankheit und einem ihrer Wünsche erfahren habe. „Ich möchte unbedingt mal mit meinem Traumauto, dem Fiat Abarth 500 fahren“, berichtete mir die damals 14-jährige über ihre große Begeisterung für die kleine Rennsemmel. Sofort leitete ich alles in die Wege und organisierte einen Abarth, um mit Jasmin eine ausgiebige Spritztour zu unternehmen.

Als sie davon erfuhr, strahlte sie sogar mit der Sonne um die Wette und weinte vor Freude.

Doch plötzlich, zwei Tage vor unserer gemeinsamen Ausfahrt, verschlechterte sich Jasmins Gesundheitszustand dramatisch und sie musste sofort ins Krankenhaus. Seitdem ist ein Jahr vergangen, welches die mittlerweile 15-Jährige nahezu ununterbrochen in der Klinik verbrachte. Umso größer war die Freude jetzt, als mich Jasmins Mama Barbara kürzlich kontaktierte und mir mitteilte, dass Jasmin einige Wochen zuhause sein kann, bevor sie zu einer Reha nach Salzburg muss.

Markus Meisinger, Firmengründer des gleichnamigen Autohauses, war sofort bereit, für Jasmin einen Abarth 500 zur Verfügung zu stellen. Das Sondermodell 595 Competizione zählt mit seinen 180 PS zu den stärksten Serien-Abarth´s und war perfekt für unsere Ausfahrt. Jasmin und ich holten gemeinsam den weißen Flitzer im Autohaus Meisinger in Völs ab. Schon bei der Einfahrt zum Autohaus entdeckte sie den Abarth und meinte freudig: „Mahhh, isch der coool!“

Schnell Papiere und Schlüssel besorgt, damit wir gleich losdüsen können. Fiat-Verkäufer Manuel wollte uns allerdings noch kurz das Auto erklären, worauf ich meinte: „Danke, aber ich kenn mich eh aus.“ So konnten wir sofort starten um ja keine Zeit zu verlieren. Ich sah die Freude in Jasmins Augen, als wir in Richtung Axamer Lizum abbogen. Auf dieser Bergstraße konnten wir den 180 PS Abarth etwas flotter als üblich bewegen. Nach den ersten zwei Kurven fragte mich Jasmin plötzlich: „Der Verkäufer hat dich aber nicht gekannt, oder?“ Darauf ich: „Nein, glaube nicht, der ist noch relativ neu beim Meisinger. Aber warum fragst du das?“ Jasmin: „Weil sonst hätt er di nit gfragt, ob er DIR das Auto erklären muss!“ Da mussten wir beide lachen.

„Der Abarth ist so cool“

Als wir dann auf der kurvenreichen Straße von Axams hinauf zur Lizum etwas flotter als erlaubt unterwegs waren, wurde Jasmin immer ruhiger. „Hast du etwa Angst, Jasmin?“, fragte ich besorgt und ging vom Gas. „Nein, überhaupt nit. Aber der Abarth ist so cool und i will den Auspuffsound hören“, meinte sie und gab mir damit zu verstehen, weiter Gas zu geben. Später knipsten wir noch ein paar Fotos für diesen Artikel und als Erinnerung. Zeitgleich kam ein mir unbekanntes Auto vorbei, eine Frau saß am Steuer und Jasmin winkte der Fahrerin freundlich zu. „Kennst du die Frau etwa?“, fragte ich. „Ja, das ist eine Krankenschwester von der Onkologie“, erklärte sie mir.

Dann setzten wir uns wieder in den weißen Abarth und brausten über die Autobahn zu Jasmin nach Hause. Schließlich wartete dort ihr 17-jähriger Bruder Dominik, der ebenfalls noch eine Runde im heißen 500er mitfahren wollte. Die 180 PS unter der Abarth-Haube sorgten wieder für ganz großes Kino. Beide zückten während der Fahrt ihre Handys und hielten die Ausfahrt auf Fotos und mit Video fest. Viel Spaß, Gelächter und jede Menge Freude begleiteten uns auf der gemeinsamen Ausfahrt. Bis plötzlich ein schriller Piepston für kurzzeitige Stille im Auto sorgte: „Bitte tanken“, stand fett und in greller Schrift im Display. Huiii, wir hatten fast den ganzen Tank leer gefahren und es vor lauter Spaß gar nicht bemerkt.

Schön, wenn sich Träume erfüllen. Aber noch schöner, wenn man anderen Träume erfüllen darf. Danke, Jasmin – für diesen tollen Tag.