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Die zweite Generation des Captur kommt Anfang 2020

Größer, moderner, besser: der neue Captur

Anfang 2020 erscheint die zweite Generation des überaus erfolgreichen Renault Captur. Der beliebte Crossover wird deutlich größer, moderner und noch besser. Wir waren mit dem Neuen in Griechenland unterwegs.

07.11.2019 von Bruno König

Zum Marktstart bringt Renault drei Turbobenziner und einen Turbodiesel – später folgt ein Plug-In-Hybrid

Der Captur ist das Erfolgsmodell des französischen Autobauers Renault. Von der ersten Generation die seit 2013 am Markt angeboten wird, konnten weltweit 1,5 Millionen Fahrzeuge abgesetzt werden – davon in Österreich fast 20.000. Damit war der Captur fünf Jahre in Folge, Nummer eins in seinem Segment. Weil das Crossover-Geschäft in den letzten Jahren enorm boomte und noch weiter wächst, brachte die Konkurrenz ebenso zahlreiche neue Modelle an den Start, die dem Captur Kunden wegschnappen sollten.

Nun kommt der schicke Renault Anfang nächsten Jahres noch größer, moderner und besser zum Händler.

Noch prägnanter

Das gelungene Design von Laurens van den Acker wurde schon in der ersten Generation hoch gelobt und fand reißenden Absatz. Grundsätzlich wird diese Designsprache beim Neuling fortgesetzt, wenngleich nahezu alles verfeinert und verbessert wurde. Die Linienführung zeigt sich noch athletischer, womit der SUV-Charakter zusätzlich betont wird. Der Radstand ist um drei Zentimeter, die Gesamtlänge gar um elf Zentimeter gewachsen. Zeitgleich wuchs damit natürlich auch proportional Breite und Höhe, das schafft deutlich mehr Platz. Die höhere Schulter- und Fensterlinie, sowie die weiter ausgestellten Kotflügel lassen den Captur auch optisch erwachsener und wuchtiger erscheinen. Hinzu kommen optionale 18-Zoll-Räder und eine Kontrastlackierung mit 90 möglichen Kombinationen.

Die Voll-LED-Scheinwerfer sind schon ab dem Basismodell serienmäßig, das neu angeordnete Tagfahrlicht wurde noch markanter gezeichnet. Das Heck zeigt sich ebenfalls in LED-Technik und ähnlichen C-Form-Leuchten wie an der Front.

Mehr Platz, mehr Technik

Der Zuwachs an Größe schlägt sich ebenso im Innenraum nieder: Mehr Kopf- und Beinfreiheit, mehr Ladevolumen dank der um 16 Zentimeter verschiebbaren Rückbank und mehr Transportfläche. Das Cockpit übernahm die neue Generation des Captur vom ebenfalls neuen Clio. Die leicht dem Fahrer zugewandte Mittelkonsole mit Touchscreen und den Bedienelementen für häufig genutzte Funktionen, zeigt sich besonders bedienungsfreundlich. Das volldigitale Instrument präsentiert sich klar ablesbar, mit kräftigen Farben, zahlreichen Informationen und vielen Personalisierungsmöglichkeiten – dank Multi-Sense-System.

Designmerkmal im Innenraum ist die ab der Ausstattungslinie „ZEN“ scheinbar frei schwebende untere Konsole. Bessere Materialien, feinere Haptik und spürbar mehr Verarbeitungsqualität fallen zusätzlich positiv auf.

Effiziente Motoren und Plug-In-Hybrid

Zum Marktstart bringt Renault drei Turbobenziner und einen Turbodiesel. Das Leistungsspektrum reicht von 100- bis 155 PS. Wir waren in Athen sowohl mit dem Basisbenziner TCe 100 und Handschalter, sowie dem 130 PS starken Turbobenziner TCe 130 samt Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe unterwegs. Beide Motorisierungen glänzen mit hoher Laufruhe und niedrigen Verbräuchen. Dazu zeigt sich das stärkere Aggregat sehr kraftvoll und dank Automatik besonders komfortabel zu fahren. Diesen Eindruck konnte auch das neue Fahrwerk unterstreichen, welches die vielen Unebenheiten auf griechischen Straßen souverän und kaum spürbar abfederte.

Bereits wenige Monate nach Marktstart, etwa ab Mitte 2020 will Renault dann einen Captur mit Plug-In-Hybridantrieb nachreichen. Damit soll eine rein elektrische Reichweite von rund 45 Kilometer möglich sein.

Die Preise für jene Modelle mit klassischen Verbrennungsmotoren starten ab Jänner in Österreich bei 18.340 Euro. Das Topmodell „Initiale Paris“ kommt auf 30.890 Euro. Das voraussichtlich meistverkaufte Modell soll der TCe 100 ZEN ab 20.890 Euro werden.