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Das Timmelsjoch Ende Mai. Am 1. Juni soll der Übergang geöffnet werden

Fräsen fressen Schnee

Frühestens kommenden Samstag, am 1. Juni, kann die beliebte Nord-Süd-Verbindung zwischen dem Ötz- und Passeiertal für den Verkehr wieder freigegeben werden. Seit Ende April arbeiten die Räumkommandos mit zahlreichen Fahrzeugen wie zwei 300 PS-starken Fräsen daran, die Schneemassen des vergangenen Winters zu beseitigen.

28.05.2019 von Bruno König

Die extremen Niederschlagsmengen der abgelaufenen Wintermonate stellten die Räumteams am Timmelsjoch in diesem Jahr vor eine Herkulesaufgabe.

Trotz des schweren Maschinenparks, darunter Österreichs leistungsstärkste Straßen-Schneefräse, mussten bis zu zehn Meter Schnee von der Passstraße beseitigt werden. In Summe bedeutete dies, den von Autos und Motorrädern gern frequentierten Alpenübergang allein auf Nordtiroler Seite von rund 300.000 Kubikmeter der weißen Pracht zu befreien.

„Für unsere Mitarbeiter resultiert dies nicht nur in einer Menge Arbeit mit entsprechendem Zeitdruck. Schließlich lautet das Ziel wie jedes Jahr, die Timmelsjoch Hochalpenstraße möglichst Ende Mai zu eröffnen“, erklärt Timmelsjoch-Vorstand Manfred Tschopfer. Ob der anvisierte Termin am Samstag, 1. Juni, hält, ist aufgrund anhaltender Schlechtwetterphasen noch nicht absehbar.

Viel zu entdecken

Am Fuße der Mautstraße in Hochgurgl auf 2.175 m lockt der Top Mountain Crosspoint (Restaurant- und Museumsbetrieb ab 1. Juni) zum Besuch.

Sowohl innen wie auch außen beeindruckt das multifunktionale Gebäude durch seine Architektur mit vielen Highlights. Herausragend ist dabei das Top Mountain Motorcycle Museum, Europas höchstgelegenes Motorradmuseum. Die beiden Sammler Alban und Attila Scheiber präsentieren im einzigartigen Ambiente einen Streifzug durch die Motorradgeschichte.

Alle großen Motorradmarken der vergangenen 100 Jahre sind vertreten, zudem locken rare Schätze auf vier Rädern, die prestigeträchtige Rennen wie die Mille Miglia gewannen. Im Sommer 2019 begeistert die neue Sonderausstellung, alle Fans von Rennmotorrädern. Neben ausgesuchten Exemplaren aus den eigenen Beständen ist die Präsentation mit Leihgaben aus aller Welt bestückt. Ob Norton, Aermacchi, Royal Enfield, Ducati oder MV Augusta: Alle Maschinen kamen bei Kultrennen wie dem Isle of Man oder Weltmeisterschaften zum Einsatz.

Für alle Grenzgänger am Timmelsjoch wartet noch eine weitere Attraktion. Entlang der Straße eröffnet sich die Timmelsjoch Erfahrung in Form von mehreren Haltepunkten, die über die Natur, Geschichte, Kultur und Gesellschaft und Wirtschaft informiert.

Auf www.timmelsjoch.com gibt es laufende Updates zur Situation am 2.509 Meter hohen Timmelsjoch.