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Der neue BMW 6er GT im Söldener Schnee
Juche im Schnee-der 6er mit xDrive macht Spaß
Mini Countryman mit All4-Allradantrieb
Hoch das Bein- der Mini meistert auch schwieriges Gelände

Sex on Ice

Winterzeit ist Allradzeit. Deshalb lädt BMW traditionell seit fast 30 Jahren, immer Ende November auf den Rettenbachferner im Ötztal. Dort erfährt man die neuesten Allradmodelle von BMW und MINI auf Eis und Schnee.

27.11.2017 von Bruno König

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Wie jedes Jahr, hat BMW auch zur mittlerweile 29. Auflage des Winter-Technik-Drive 2017 ein brandneues Modell nach Sölden gebracht: den sportlich-eleganten 6er GT, den Nachfolger des 5er Gran Turismo.

Acht Jahre hatten die Bayern den großen und praktischen 5er GT im Angebot, nun steht das raumfunktionale Konzept in einer coupeartigen Form als 6er Gran Turismo bei den Händlern. Mit einer im Vergleich zum Vorgängermodell auf 5,9 Meter gewachsenen Außenlänge, einer unveränderten Breite von 1,9 Meter und einer um 1,5 Zentimeter reduzierten Höhe zeigt der neue 6er Gran Turismo dynamisch gestreckte Proportionen. Innen herrscht Luxus pur, das Platzangebot, die Variabilität und die Qualität überzeugen auf Anhieb. BMW verspricht im neuen 6er GT eine großartige Fahrdynamik. Verantwortlich dafür soll nicht nur der Gewichtsverlust von rund 150 Kilo gegenüber dem Vorgänger sein, sondern auch die Integral-Aktivlenkung.

Die verfügbaren Motoren sind mit modernster TwinPower Turbo Technologie ausgestattet und werden serienmäßig mit einem 8-Gang Steptronic Getriebe kombiniert. Der 2,0 Liter große Vierzylinder-Ottomotor des neuen BMW 630i Gran Turismo erzeugt eine Höchstleistung von 258 PS. Auf 340 PS bringt es der 3,0 Liter große Reihensechszylinder im 640i und auch der 3,0 Liter große Reihensechszylinder-Dieselmotor mit 265 PS und 620 Nm Drehmoment begeistert. Optional sind alle Varianten mit Allradantrieb erhältlich. So auch unsere Testfahrzeuge für die Gletscher-Challenge.

 

Hecklastiger Allradantrieb

Der hecklastig ausgelegte xDrive-Allradantrieb überzeugt auf der knapp 2.800 Meter hoch gelegenen Schneefahrbahn am Rettenbachferner, mit enormer Traktion in jeder Fahrsituation. Souverän und sicher-vom Fahrgefühl her wie ein Hinterradantrieb-meistert das große Coupe jeden Untergrund. Der 6er GT fühlt sich dabei wesentlich agiler und leichtfüßiger an als man erwarten würde. Fahrdynamik und Komfort des neuen BMW 6er GT profitieren von der umfangreich weiterentwickelten Fahrwerkstechnik, der mitlenkenden Hinterachse und der aktiven Wankstabilisierung. Zum Befahren von unbefestigten Wegen oder steilen Rampen kann die Bodenfreiheit per Knopfdruck um 20 Millimeter erhöht werden. War die Feststellbremse früher meist ein nettes Feature für eine schnelle 180 Grad Drehung, so hat die heutige elektrische Handbremse andere Vorteile: zieht man nämlich die „Fingerbremse“ verteilt der Wagen die Bremskraft ohne blockieren auf alle vier Räder und bleibt damit voll lenkbar. Ein Detail, dass im Notfall leben retten kann.

Zahlreiche Assistenzsysteme unterstützen den Fahrer besonders auf Langstrecken oder im dichten Stadtverkehr und sind ein weiterer Schritt in Richtung autonomes Fahren. Die Preise für den 6er GT beginnen bei 69.650.- Euro.

Minimaximalism

Ebenfalls in diesem Jahr in Sölden dabei: der Mini Countryman. Er ist der größte aller Minis und bereits seit Jahresanfang am Start. Der All4-Allradantrieb ist im Gegensatz zu den BMW-Modellen mehr auf die Vorderachse ausgelegt. Damit fährt sich der Allrad-Mini wie ein gutmütiger Fronttriebler der seine Traktion auf die Vorderräder überträgt, bei Bedarf jedoch blitzschnell auch die Hinterräder ins Spiel bringt. So wird der Countryman seinem Namen voll gerecht und zeigt sich am tiefwinterlichen Ötztaler Gletscher gutmütig, traktionsstark und stets sicher beherrschbar. Im direkten Unterschied zum BMW lenkt der Mini spürbar mehr über die Vorderräder. Der BMW hingegen lässt sich allein mit dem Gaspedal präzise über die Hinterachse lenken. Hohen Fahrspaß bereiten beide, obwohl die Unterschiede deutlicher kaum sein könnten. So auch beim Preis: den Mini Countryman hält der Händler bereits ab 26.000.- Euro parat.