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Viel Grip und Leistung im Überfluss: Seat Leon Cupra 4Drive
Allradantrieb im Leon Cupra
Die Leon Cupras stehen bereit
Mit den Spikes enorm viel Traktion am Eis
Kaiserwetter in der Leutasch
Der Ateca im tiefen Winter vor der hohen Munde

Heiß am Eis

Man nehme: eine spiegelglatte Eisfläche, einen heißen Spanier, 300 Turbo-PS, Allradantrieb und Spikebereifung. Das sind die Zutaten für jede Menge Spaß, den wir kürzlich in der Leutasch erleben durften, als wir im neuen Seat Leon Cupra im Drift unterwegs waren.

29.01.2018 von Bruno König

Die 300 Turbo-PS sorgen in jeder Lebenslage für Leistung im Überfluss und Spaß ohne Ende

Das haben sich viele schon lang gewünscht, einen Allradantrieb im Leon-Topmodell Cupra. Schon die 280 Turbo-PS des Vorgängers waren den angetriebenen Vorderrädern ab und zu überlegen. Das aktuelle Topmodell bietet jetzt sogar 300 geladene Pferdchen. Da kommt das Allrad-Jubiläum bei Seat gerade recht. Seit 30 Jahren nämlich bieten die Spanier bereits Fahrzeuge mit Vierradantrieb. Heute ist der „4Drive“ bei Seat in den Modellreihen Ateca, Alhambra und im Leon erhältlich. Aktuell kommt das moderne Haldex-System der mittlerweile fünften Generation zum Einsatz. Hier verteilt die Kupplung die Kräfte über zahlreiche elektronische Sensoren je nach Bedarf an das Rad mit dem meisten Grip – im Extremfall bis zu 100 Prozent des Drehmoments. Ein zusätzlicher Vorteil der aktuellsten Seat-Allrad-Generation ist, dass die Motorkraft erst an die Hinterachse geschickt wird und erst dann blitzschnell verteilt wird. Das sorgt nicht nur für Stabilität, sondern auch für erhöhten Fahrspaß auf Eis und Schnee.

300 PS am Eis

 

Wie gut das in der Realität funktioniert, durften wir dank einer Einladung der Seat-Verantwortlichen in Österreich kürzlich in der Leutasch austesten. Davor waren mir mit den Modellreihen Ateca und Leon X-Perience im tief verschneiten Gelände unterwegs, bevor wir in den brandneuen Leon Cupra umsteigen durften. Für den Test im 300 PS starken Kombi wurde eigens eine große Eisfläche präpariert. Die Cupras waren zum einen mit Winterreifen, zum anderen mit Spikebereifung ausgestattet. Aufgestellte Pylonen markierten einen rasanten Rundkurs, der sich überaus flott und dynamisch zeigte. Beeindruckend, wie schnell man den kräftigen Leon auf diesem spiegelglatten Untergrund bewegen kann und wie deutlich der Unterschied zum Spike dann doch ist. Mit den 1,2 Millimeter langen Stahlnägeln lässt sich das Fahrzeug deutlich besser beherrschen und noch leichter kontrollieren. Die 300 Turbo-PS sorgen in jeder Lebenslage für Leistung im Überfluss und Spaß ohne Ende. Nach einigen Runden wird man sowohl mit dem Auto, dem Eisparcours als auch den Spikereifen vertrauter, was das Tempo nochmals steigert. Für Vertrauen sorgt dabei aber auch die Souveränität des Leon, der sogar im schnellen Drift gutmütig und berechenbar bleibt. Der geniale Sound des Zwei-Liter-Triebwerks erhöht den Spaßfaktor zusätzlich. Zu haben ist der stärkste Leon aller Zeiten ab rund 39.000 Euro für das Coupé. Allrad gibt’s nur im Kombi und für den werden gut 44.000 Euro fällig.