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Das Unikat wurde im Ferrari Design Center auf Basis des Chassis und Fahrgestells des 488 GTB geschaffen
Der SP38 wurde für einen der treuesten Ferrari-Kunden gebaut
Im Vergleich zum Chassis des 488 scheint sich die optische Masse des SP38 über den Hinterrädern zu konzentrieren

Ferrari nur für einen!

Der Ferrari SP38, jüngster Spross des Ferrari Unikatprogramms, ist in Fiorano vorgestellt worden und wurde nach der feierlichen Übergabe an einen der treuesten Kunden von Ferrari sofort auf der Rennstrecke auf Herz und Nieren getestet.

23.05.2018 von Bruno König

Gebaut für einen der treuesten Ferrari-Kunden

Das Unikat wurde im Ferrari Design Center auf Basis des Chassis und Fahrgestells des 488 GTB für die ganz eigene Vision dieses Kunden mit seiner großen Leidenschaft für den Rennsport geschaffen. Das Ergebnis ist ein Wagen, der sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke gefahren werden kann und dabei die Schönheit und Innovation der Ferrari Straßenmodelle in einmaliger Weise zum Ausdruck bringt.

Der neu gestaltete Aufbau in dem speziell entwickelten dreilagigen Metallic-Rot stellt eine radikale Abweichung von der Ästhetiksprache des Spendermodells dar. Das V8-Triebwerk mit Turboladung und Ladeluftkühlung des preisgekrönten 488 GTB inspirierte das Design-Teams dazu, sich auf den ikonischen F40 zu beziehen und von ihm die allgemeine Richtung des Projekts abzuleiten. Im Vergleich zum Chassis des 488 scheint sich die optische Masse des SP38 über den Hinterrädern zu konzentrieren, während der Keil scharf nach vorne strebt. In der Draufsicht erstreckt sich die stark spitz zulaufende Nase zu muskulösen Radläufen, was dem Wagen ein Gefühl der Potenz und Agilität verleiht. Die speziellen eingelassenen Scheinwerfer wurden möglichst schmal gehalten und die vorgeschriebenen Tagfahrleuchten verlegt, um der an den 308 GTB erinnernden Stoßfängerlippe mehr Charakter und Funktionalität zu verleihen. Seitlich ist die typische Lufthutze des 488 GTB vollständig verdeckt, das Karosserieblech faltet sich von der niedrigen Gürtellinie an der Tür nach innen und weiter zum hinteren Radlauf und Dreieckfenster.

Die Wirkung ist dramatisch, das Rückvolumen wird noch stärker betont, gleichzeitig aber der Luftstrom durch die Ladeluftkühler am unteren Rand der Seitenfenster aufrechterhalten. Das dynamische Design setzt sich bei der Motorabdeckung fort, jetzt als Klappbauteil aus Karbonfaser ausgeführt, deren Ränder die Flanken durchschneiden, ein wenig wie beim legendären F40. Drei quer über die Motorabdeckung verlaufende Lamellen führen die Motorwärme ab, der integrierte Heckspoiler erinnert wieder an den berühmten hinteren Kotflügel des F40. Die Hinterkante des Spoilers geht unten nahtlos in den Kotflügel und den aerodynamischen Diffusor über und erzeugt so einen beeindruckenden Rahmen um das Heckvolumen.

Der vollständig neu gestaltete Innenraum gibt diesem ganz und gar besonderen Ferrari den letzten Schliff. Er kann beim kommenden Concorso d’Eleganza Villa d’Este am Samstag, den 26. Mai 2018, das erste Mal öffentlich bewundert werden.